Unser Stipendiatenkonzert

Ve­ro­ni­ka Böhm (Vio­li­ne) und Jo­na­than Wei­mer (Kla­ri­net­te) be­strei­ten am 21. No­vem­ber 2019 ihr Sti­pen­dia­ten­kon­zert im Spie­gel­saal der Har­mo­nie mit ei­nem at­trak­ti­ven und un­ge­wöhn­li­chen Pro­gramm.

Ve­ro­ni­ka Böhm und Jo­na­than Wei­mer in ei­ner Fest­spiel­pau­se beim Moh­ren­bräu Foto: Jür­gen Grö­bel

Die bei­den aus Bam­berg stam­men­den Mu­sik­stu­den­ten und Nach­wuchs­künst­ler, die wir in die­sem Som­mer auf Ver­bands­kos­ten nach Bay­reuth schi­cken durf­ten, ha­ben ganz schön was vor: Die Gei­ge­rin Ve­ro­ni­ka Böhm und der Kla­ri­net­tist Jo­na­than Wei­mer wer­den bei ih­rem Sti­pen­dia­ten­kon­zert am 21. No­vem­ber 2019 um 19.30 Uhr im Spie­gel­saal der Har­mo­nie ein at­trak­ti­ves und an­spruchs­vol­les Pro­gramm mit Wer­ken von drei Kom­po­nis­ten dar­bie­ten, die ga­ran­tiert kein Main­stream sind. Son­dern ost­eu­ro­päi­sche Mu­si­ker des 20. Jahr­hun­derts, de­ren Na­men zwar man­cher Mu­sik­freund kennt, aber meis­tens nicht kor­rekt aus­spre­chen kann. Mit von der Par­tie für die Kla­vier­parts sind Ul­ri­ke Krä­mer und An­dre­as Wei­mer.

Das Kon­zert be­ginnt mit ei­nem So­lo­auf­tritt des Kla­ri­net­tis­ten. Jo­na­than Wei­mer spielt zu­nächst eine kur­ze Hom­mage à Khacha­tu­ri­an von Béla Ko­vács (*1937), an­schlie­ßend folgt als längs­tes Stück von Aram Khacha­tu­ri­an (1926–1978) das Vio­lin­kon­zert in d-Moll op. 46 aus dem Jahr 1940 mit Ve­ro­ni­ka Böhm (Vio­li­ne) und Ul­ri­ke Krä­mer (Kla­vier). Nach der Pau­se füh­ren Jo­na­than Wei­mer (Kla­ri­net­te) und sein Va­ter An­dre­as Wei­mer (Kla­vier) die So­na­te für Kla­ri­net­te und Kla­vier op. 28 aus dem Jahr 1945 von Mie­c­zys­law Wein­berg (1919–1996) auf. Als letz­tes Stück steht das Trio für Kla­ri­net­te, Vio­li­ne und Kla­vier in d-Moll von Aram Khacha­tu­ri­an aus dem Jahr 1932 auf dem Pro­gramm. Es spie­len Ve­ro­ni­ka Böhm, Jo­na­than Wei­mer und Ul­ri­ke Krä­mer.

Der Ein­tritt zum Sti­pen­dia­ten­kon­zert ist wie im­mer frei, Spen­den sind an die­sem Abend hoch­will­kom­men, denn sie die­nen der Fi­nan­zie­rung von kom­men­den Sti­pen­di­en.

Ve­ro­ni­ka Böhm ist am 2. Sep­tem­ber 1997 in Bam­berg ge­bo­ren und hier auf­ge­wach­sen. Früh mu­si­ka­lisch ge­schult be­kam sie 2003 bei Her­tha Fied­ler ih­ren ers­ten Gei­gen­un­ter­richt, den sie bei Bir­git Ha­blitzl, ei­nem Mit­glied der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker, und bei Pe­ter Bondas fort­setz­te. Noch am Gym­na­si­um war sie gleich­zei­tig schon Jung­stu­den­tin an der Hoch­schu­le für Mu­sik Würz­burg bei Ella Bu­la­to­va und nahm dar­über hin­aus Kla­vier­un­ter­richt. Nach dem Ab­itur am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium 2016 wur­de sie in Würz­burg re­gu­lä­re Violin­stu­den­tin (Ba­che­lor künst­le­risch) bei Bu­la­to­va, seit Ok­to­ber 2018 be­strei­tet sie zu­sätz­lich ein künst­le­risch-päd­ago­gi­sches Violin­stu­di­um. Bei Wett­be­wer­ben war sie schon in jun­gen Jah­ren er­folg­reich, ge­wann bei „Ju­gend mu­si­ziert“ auf Re­gio­nal-, Lan­des- und Bun­des­ebe­ne so­wie beim Karl-Höl­ler-Wett­be­werb, dem Neu­pert-Preis Bam­berg und der Deut­schen Stif­tung Mu­sik­le­ben. Als Mit­glied der Deut­schen Strei­cher­phil­har­mo­nie, im Bam­ber­ger Kam­mer­or­ches­ter, der Neu­en Phil­har­mo­nie Forch­heim und beim Fes­ti­val­or­ches­ter der Höri-Mu­sik­ta­ge Bo­den­see sam­mel­te sie Or­ches­ter- und Aus­lands­er­fah­run­gen, an der Hoch­schu­le wirkt sie in Ba­rock­ensem­bles mit. Meis­ter­kur­se bei Ro­land Dau­ga­reil, Jan­ne Sak­sa­la und dem Vo­ces-Quar­tett er­gän­zen ihre bis­he­ri­ge Aus­bil­dung.

Jo­na­than Wei­mer ist am 4. Ok­to­ber 1998 in Bam­berg ge­bo­ren und hier auf­ge­wach­sen. Seit 2004 er­hält er Kla­ri­net­ten­un­ter­richt – zu­nächst an der Städ­ti­schen Mu­sik­schu­le bei Pe­tra Wie­gan­dt, der bei Ben­ja­min Hum­mel fort­ge­setzt wur­de. Von 2013 bis 2018 war er Schü­ler bei Chris­toph Mül­ler, ei­nem der bei­den So­lo­kla­ri­net­tis­ten der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker. Nach dem Ab­itur am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium Bam­berg hat er 2018/19 an der Mu­sik­hoch­schu­le Frei­burg sein Stu­di­um bei Ki­li­an He­rold und An­ton Hol­lich be­gon­nen.  Er ist mehr­fa­cher 1. Bun­des­preis­trä­ger des Wett­be­werbs „Ju­gend mu­si­ziert“ und er­hielt in die­sem Rah­men zwei­mal den Spar­kas­sen-Son­der­preis so­wie den Son­der­preis der Deut­schen Stif­tung Mu­sik­le­ben. Or­ches­ter­er­fah­rung sam­mel­te er im Baye­ri­schen Lan­des­ju­gend­or­ches­ter un­ter Di­ri­gen­ten wie Pe­ter Eöt­vös, Jo­na­than Nott und Da­ni­el Har­ding, bei der Som­mer­oper Bam­berg un­ter Till We­ser und dem Ju­gend­sym­pho­nie­or­ches­ter Ober­fran­ken, mit dem er auch als So­list auf­trat. Er be­such­te ver­schie­de­ne in­ter­na­tio­na­le Meis­ter­kur­se un­ter Her­mann Sté­fans­son, Jo­han­nes Gmein­der, Har­ri Mäki und Mar­tin Fröst und er­hielt wei­te­ren Un­ter­richt bei Thors­ten Jo­hanns, Se­bas­ti­an Manz, Jo­han­nes Peitz und Flo­ri­an Schü­le.

Ve­ro­ni­ka Böhm und Jo­na­than Wei­mer vor dem Fest­spiel­haus Foto: pri­vat

An­dre­as Wei­mer stu­dier­te in Frank­furt am Main und Houston/​Texas bei An­ge­li­ka Ne­bel, An­dre­as Mey­er-Her­mann und Ro­bert Roux und be­such­te Meis­ter­kur­se bei Vi­ta­ly Mar­gu­lis, Me­na­hem Press­ler und Le­on­hard Hokan­son. Er spielt seit vie­len Jah­ren als Or­ches­ter­pia­nist bei den Bam­ber­ger Sym­pho­ni­kern und ist ein ge­frag­ter Lied­be­glei­ter, Kam­mer­mu­si­ker und So­list. Sein Re­per­toire reicht vom Ba­rock bis zur zeit­ge­nös­si­schen Mu­sik. Gast­auf­trit­te führ­ten ihn auch zu in­ter­na­tio­na­len Fes­ti­vals, ne­ben Rund­funk­pro­duk­tio­nen ist er auf ver­schie­de­nen, zum Teil mit Prei­sen aus­ge­zeich­ne­ten CDs prä­sent. Er ist Pia­nist des „tschai­kow­ski Trio Bam­berg“ so­wie des Trio „AMA“ mit Mit­glie­dern der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker. Er ist künst­le­ri­scher Lei­ter der „Pas­sau­er Kam­mer­kon­zer­te“ und un­ter­rich­tet an der Kir­chen­mu­sik­hoch­schu­le in Re­gens­burg so­wie haupt­amt­lich an der Be­rufs­fach­schu­le für Mu­sik in Sulz­bach-Ro­sen­berg.

Ul­ri­ke Krä­mer wur­de 1998 ge­bo­ren und er­hielt mit 6 Jah­ren ih­ren ers­ten Kla­vier­un­ter­richt bei Su­nae Pak in Kai­sers­lau­tern. 2015 wech­sel­te sie aufs Lan­des­mu­sik­gym­na­si­um Mon­ta­baur und wur­de dort von Olga Ra­zin­ko­va un­ter­rich­tet. Seit 2008 nahm sie re­gel­mä­ßig am re­nom­mier­ten Wett­be­werb „Ju­gend mu­si­ziert“ teil. Sie er­spiel­te sich Solo und im Duo mit In­stru­men­ta­lis­ten und Sän­gern meh­re­re Bun­des­prei­se. Im Jahr 2017 war sie Sti­pen­dia­tin der Spar­kas­sen­stif­tung Wes­ter­wald-Sieg. Eben­falls 2017 führ­te sie mit dem Chor des Mu­sik­ver­eins Kai­sers­lau­tern Ros­si­nis Pe­ti­te Mes­se So­lennel­le auf. Seit Ok­to­ber 2018 stu­diert sie in der Klas­se von Ana-Mi­ra­be­la Dina an der Hoch­schu­le für Mu­sik Würz­burg. Wei­te­re künst­le­ri­sche Im­pul­se sam­mel­te sie un­ter an­de­rem bei Meis­ter­kur­sen mit Kon­rad El­ser, Shei­la Ar­nold, Man­fred Aust und Jo­sef An­ton Scher­rer.

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