Am 30. November 2025 versammelten sich Mitglieder und Freunde des Richard-Wagner-Verbands Bamberg zur diesjährigen Weihnachtsfeier. In einem festlich geschmückten Rahmen im Hotel Bamberger Hof durften wir einen Nachmittag voller Musik, anregender Gespräche und besinnlicher Momente erleben.

Das Quintett der „Metallophoniker“ hieß mit einem jazzigen, schwungvollen Intro willkommen und setzte den musikalischen Ton für die festliche Zusammenkunft. Die jungen Musiker – Johannes Lang (Trompete), Jakob Stratmann (Trompete), Paul Roux (Horn), Max Klingenspohr (Posaune) und Hannes Holhut (Tuba) – zählen zu den besten Nachwuchstalenten der Kreismusikschule Bamberg und repräsentieren die nächste Generation potenzieller Stipendiaten unseres Verbands.
Nach der Begrüßung durch den Vorstand wurde in einer ehrwürdigen Schweigeminute Mitgliedern gedacht, die uns im vergangenen Jahr verlassen haben. Ein Höhepunkt des Nachmittags war die Lesung des Kunstmärchens „Der selbstsüchtige Riese“ von Oscar Wilde durch unser Mitglied Hugo Scholter. Mit eindringlicher Stimme und feinem Ausdruck entführte er die Anwesenden in eine Welt voller Poesie, Wärme und leiser Moral, die das Herz berührte und den Geist anregte.

Zwischen den Programmpunkten bot sich Gelegenheit, bei Kaffee, Sekt, Stollen und Gebäck in entspannter Atmosphäre Gespräche zu führen und die festliche Stimmung zu genießen. Der Vorstand unterstützte tatkräftig beim Servieren, sodass Genuss und Geselligkeit Hand in Hand gingen. Musikalisch wurde der Nachmittag von den Metallophonikern gestaltet, die sowohl meditative wie auch schwungvolle Stücke präsentierten. Besonders der große gut halbstündige Musikblock, den die jungen Musiker eigenständig moderierten, hinterließ einen bleibenden Eindruck und verlieh der Feier einen feierlich-harmonischen Rahmen.
Spontan referierte unser Mitglied Professor Dr. Clemens Renker in einer kurzen Rede, in der er seinen Friedenswunsch zum Ausdruck brachte und zugleich die Hoffnung äußerte, zeitnah möglicherweise als Verband auch wieder russische Kulturdenkmäler – etwa in St. Petersburg – besuchen zu können. Ein weiterer Programmpunkt bot einen Ausblick auf die Stipendiatenförderung 2026. Dabei wurde insbesondere der junge Geiger Jonas Appenfeller hervorgehoben, dessen bemerkenswerter Werdegang bereits von zahlreichen Preisen, Orchestererfahrungen und Wettbewerbserfolgen geprägt ist.
Anschließend folgte die Vorstellung der Opernreisen 2026, die erneut ein spannungsvolles Spektrum aus klassischen Meisterwerken und besonderen Entdeckungen versprechen. Zum Abschluss wurde allen Mitwirkenden – insbesondere Hugo Scholter, den Metallophonikern und Monika Beer herzlich für ihr außergewöhnliches Engagement gedankt.
Die „Wagner-Weihnacht“ 2025 zeigte eindrucksvoll, wie der Verband Musik, Kultur, Gemeinschaft und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu einer Einheit verbindet: mit Tradition, Herzlichkeit und der Freude an einer inspirierenden Zukunft.

