Heute beginnt für Annika Oerterer und Jonas Appenfeller das Bayreuth-Abenteuer: Als Stipendiaten besuchen sie drei Festspielaufführungen und können kostenlos auch an einem umfangreichen Rahmenprogramm teilnehmen.

Annika Oerterer

(*Januar 2002) stammt aus Erlangen, wo sie auch zur Schule ging, am Marie-Therese-Gymnasiums ihr Abitur und an der Grundschule Tennenlohe ihr Freiwilliges Sozialen Jahr absolvierte. Seit dem Wintersemester 2021/22 studiert sie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg für das Grundschullehramt mit Musik als Hauptfach. Gerade hat sie ihre Abschlussarbeit zum Thema „Mehr als nur Bewegungspausen – Musik und Bewegung als Rhythmisierungselement im Unterrichtsalltag der Grundschule“ vorgelegt.
Im Alter von acht Jahren begann ihre künstlerische Vorbildung mit dem Klavierunterricht (aktuell bei Gregor Wind), seit 2021 nimmt sie Harfenunterricht (bei Theresa Steinbach) und seit 2022 als Mezzosopranistin Gesangsunterricht (bei Michaela Zeitz). Darüber hinaus hat sie sich schon als Gymnasiastin im Paartanz (Standard/Latein) und seit 2024 im Ballett engagiert und an diversen Musical-Workshops (Tanz/Gesang/Schauspiel) an der Abraxas Musical Akademie München, der Stage School Hamburg sowie der Bayerischen Theaterakademie August Everding teilgenommen.
Von 2018 bis 2021 war sie Korrepetitorin im Gospelchor „Spiritual Soul“ in Tennenlohe, seit Beginn ihres Studiums wirkte und wirkt sie in verschiedenen Ensembles der Universität Bamberg wie dem Unichor, dem Kammerchor sowie dem PopChor mit, war für den Musikverein Hallstadt als Blockflötenlehrkraft tätig und seit September 2022 als Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Musikpädagogik und -didaktik der Uni Bamberg.
Michaela Zeitz, ihre Gesangslehrerin, schreibt unter anderem: „Annika Oerterer ist eine sehr talentierte Musikerin, die ihre musikalische Freude an den verschiedensten Stilepochen und Stilistiken findet. Annika besitzt eine sehr schöne Mezzostimme, die sie gut beherrscht und sicher einzusetzen vermag. Sie kann sich problemlos neues Repertoire erarbeiten und, da Annika auch wunderbar Klavier spielt, kann sie neue Musikstücke sehr schnell erfassen und ziemlich gut vom Blatt singen und musizieren. Im Gesangunterricht ist sie stets hoch motiviert und offen für alle neuen Inputs.“
Jonas Appelfeller

(*November 2007) ist in Bamberg geboren, erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren bei Simone Hartmann. Weitere Stationen waren die Landkreismusikschule Bamberg (Katharina Rosenberg) und an die Städtische Musikschule Bamberg (Andreas Zack). Seither hat er als Nachwuchsgeiger bereits etliche Preise gewonnen, darunter dem 2. Bundespreis beim Wettbewerb Jugend musiziert 2022 und 2025, den 2. Preis beim „1. Nationalen Filum Talentwettbewerb“ und einen Sonderpreis für „die beste Interpretation eines Werkes der klassischen Moderne“ 2024. Außerdem bestand er das Probespiel im Bundesjugendorchester.
Seit Jahren ist er Mitglied im Bamberger und Fränkischen Kammerorchester. Konzertreisen mit dem Bundesjugendorchester, in dem er seit Januar 2026 Stimmführer der 2. Geige bin, führten ihn bereits in die Philharmonie Berlin, das Konzerthaus Berlin, den Wiener Musikverein, die Elbphilharmonie, nach London, Edinburgh, Birmingham, Manchester. Solistische Erfahrung sammelte er bereits mit dem Kitzinger, dem Bamberger und dem Fränkischen Kammerorchester sowie den Hofer Symphonikern.
Bis zur 11. Klasse war er Schüler am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium (Schulabschluss: Mittlere Reife), seit Oktober 2025 studiert er Violine bei Prof. Ulf Schneider an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sein Professor schreibt: „Jonas ist ein ausdrucksstarker, phantasievoller und sensibler Geiger mit klaren musikalischen Vorstellungen, die er hochmotiviert und zielstrebig verfolgt. Es ist für mich immer eine große Freude, mit ihm zu arbeiten und seine Entwicklung zu fördern.“ Das Ziel unseres Stipendiaten für die Zukunft ist, eine Stelle in einem guten deutschen Orchester zu bekommen, „am besten in Franken“.
Stipendientage von 22. bis 27. August 2026

Das Stipendiatenprogramm umfasst in der Regel folgende Leistungen:
kostenloser Besuch von Aufführungen der Bayreuther Festspiele, diesmal sind es „Der fliegende Holländer“, „Rienzi“ und „Parsifal“
auf Wunsch kostenlose Unterbringung in modernen Gemeinschaftsquartieren
Fränkischer Abend mit Grill am Ankunftstag in lockerer Atmosphäre zum Kennenlernen
Begrüßungsempfang mit geladenen Gästen und früheren Stipendiaten
Teilnahme am alljährlichen Internationalen Stipendiatenkonzert mit anschließendem gemeinsamen Stipendiatenabend
Stadtführung durch Bayreuth sowie weiteres attraktives Rahmenprogramm
kostenloser Besuch der Einführungsvorträge der Bayreuther Festspiele
kostenlose Eintritte in das Richard-Wagner-, das Franz-Liszt- und das Jean-Paul-Museum in Bayreuth
Möglichkeiten zu Begegnung und Erfahrungsaustausch mit aktuellen und früheren Stipendiaten im Rahmen weiterer Empfänge und Künstlergespräche
