(Rest-)Karten online und viel Angebote für den Nachwuchs

Zum 150-jäh­ri­gen Fest­spiel­ju­bi­lä­um bie­ten die Fest­spie­le und die Stadt Bay­reuth ein um­fang­rei­ches Pro­gramm. Be­son­ders viel wird für den Nach­wuchs ge­tan. Und am Sonn­tag, 12. April, gibt es noch ein­mal ei­nen Online-Kartenverkauf.

In ei­ner ge­mein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz ha­ben die Stadt Bay­reuth und die Bay­reu­ther Fest­spie­le ihr je­wei­li­ges Ju­bi­lä­ums­pro­gramm und da­bei auch un­ge­wöhn­li­che Pro­jek­te vor­ge­stellt. Laut Fest­spiel­lei­te­rin Ka­tha­ri­na Wag­ner wid­men sich die Fest­spie­le ne­ben dem re­gu­lä­ren künst­le­ri­schen Pro­gramm heu­er be­son­ders in­ten­siv dem Nach­wuchs: Ins­ge­samt soll es mehr als 100 Ver­an­stal­tun­gen für Kin­der und Ju­gend­li­che ge­ben – in ei­nem ei­gens da­für ge­bau­ten Zelt­bau mit Büh­ne im Festspielpark.

Auf In­itia­ti­ve von Ka­tha­ri­na Wag­ner prä­sen­tier­ten die Fest­spie­le in der Sai­son 2009 erst­mals ihre Kin­der­oper. In Ko­ope­ra­ti­on mit dem Stu­di­en­gang für Mu­sik­thea­ter­re­gie an der Hoch­schu­le für Mu­sik Hanns Eis­ler Ber­lin, wei­te­ren Part­nern und Spon­so­ren wird seit­her im Rah­men des Pro­jekts „Wag­ner für Kin­der“ all­jähr­lich eine für Kin­der be­ar­bei­te­te Fas­sung ei­nes Werks von Ri­chard Wag­ner mit So­lis­ten und Or­ches­ter sze­nisch und mu­si­ka­lisch herausgebracht.

Zum Start gab es auf der um­ge­bau­ten Pro­be­büh­ne IV eine Ver­si­on des „Flie­gen­den Hol­län­der“ für Kin­der im Al­ter von 6 bis 10 Jah­ren. Heu­er dür­fen sich die jun­gen Zu­schau­er auf eine neue, etwa neun­zig Mi­nu­ten lan­ge Ver­si­on der „Ring“-Tetralogie in ei­ner neu­en Lo­ca­ti­on freu­en: Im Fest­spiel­park wird ei­gens ein „klei­nes Fest­spiel­haus“ er­rich­tet, ein Rund­bau mit Büh­ne und 199 Plätzen.

Das Edu­ca­ti­on-Pro­gramm der Fest­spie­le wur­de zum Ju­bi­lä­um mas­siv aus­ge­baut. Pro­jekt­lei­ter Vic­tor Se­ra­phin Feuch­te will mit ent­spre­chen­den Ak­tio­nen, span­nen­den Mit­mach­for­ma­ten und Work­shops das Wag­ner­pu­bli­kum von mor­gen an­spre­chen – an­ge­fan­gen bei Kin­der­gar­ten­kin­dern bis hin zu Gym­na­si­as­ten. Wie man Kar­ten zu den Vor­stel­lun­gen der Kin­der­oper be­kommt, wird dem­nächst be­kannt gegeben.

Im re­gu­lä­ren Fest­spiel­pro­gramm, so Ge­schäfts­füh­rer Heinz-Die­ter Sen­se, war fol­gen­de Än­de­rung not­wen­dig: Die ge­plan­ten drei Auf­füh­run­gen der Auf­trags­ar­beit „Brünn­hil­de brennt“ im Fried­richs­fo­rum muss­ten aus Kos­ten­grün­den auf eine kon­zer­tan­te Vor­stel­lung ab­ge­speckt wer­den. Die sze­ni­sche Ur­auf­füh­rung (Re­gie: Neil Bar­ry Moss) wird erst im April 2027 beim Ko­pro­du­zen­ten, der Oper Dort­mund, statt­fin­den.

Neu im Rah­men­pro­gramm der Fest­spie­le ist die Per­for­mance „ve­nus, en­gel & die nacht“ im Park­haus Ober­fran­ken­hal­le. Au­tor und Re­gis­seur ist Hen­drik Arns, der 2025 für die Fest­spie­le un­ter ei­ner Bay­reu­ther Hoch­brü­cke sein tris­tanes­kes Stück „Atmen/​Lauschen“ rea­li­siert hat. Sein neu­es Pro­jekt ist eine 60-mi­nü­ti­ge Re­vue Noi­re für ei­nen Schau­spie­ler, ei­nen Sän­ger, Chor so­wie Cheer­lea­der­grup­pe zwi­schen Pop und Wag­ner, Ve­nus und Nacht, En­geln und Abgrund.

Am 12. April star­tet der Kar­ten­ver­kauf für die­se Neu­heit – und für Rest­kar­ten zu ei­ni­gen Auf­füh­run­gen im Fest­spiel­haus aus Kon­tin­gen­ten, die nicht ab­ge­ru­fen oder nicht be­zahlt wur­den. Der­lei Rück­läu­fe und nicht in An­spruch ge­nom­me­ne Re­ser­vie­run­gen für Mit­ar­bei­ter sind nor­mal und wi­der­sprä­chen nicht der Mel­dung vom De­zem­ber 2025, wo­nach die Fest­spie­le 2026 aus­ver­kauft seien.

Quel­len: Be­rich­te der Deut­schen Pres­se-Agen­tur, des Baye­ri­schen Rund­funks und der lo­ka­len Presse