Coronataugliches Hügelprogramm

In­ter­view mit Fest­spiel­lei­te­rin Ka­tha­ri­na Wag­ner im Münch­ner Mer­kur so­wie wei­te­re ak­tu­el­le Links für Wag­ner- und Musikfreunde.

Fest­spiel­lei­te­rin Ka­tha­ri­na Wag­ner beim Fest­akt zum 100. Ge­burts­tag ih­res Va­ters Wolf­gang Wag­ner 2019 Foto: Bay­reu­ther Festspiele/​Enrico Nawrath

In ei­nem aus­führ­li­chen In­ter­view mit Mar­kus Thiel vom Münch­ner Mer­kur hat Ka­tha­ri­na Wag­ner wei­te­re De­tails zur dies­jäh­ri­gen Pro­gramm­pla­nung er­läu­tert. Dem­nach soll die über­ra­schen­de „Tristan“-Neuproduktion (Di­ri­gent: Cor­ne­li­us Meis­ter, Re­gie: Ro­land Schwab) auch als Jo­ker für den Fall die­nen, wenn we­gen ei­ner neu­er­li­chen Co­ro­na­wel­le die drei gro­ßen Chor­opern „Lo­hen­grin“, „Tann­häu­ser“ und „Hol­län­der“ nicht auf­ge­führt wer­den könn­ten. Alle Co­ro­na ge­schul­de­ten Ver­schie­bun­gen ha­ben zur Fol­ge, dass die­se „Tristan“-Inszenierung auch 2023 ge­spielt wer­den wird, ne­ben der 3-D-„Parsifal“-Neuinszenierung von Jay Scheib und den Wie­der­auf­nah­men der „Ring“-Tetralogie (die bis ein­schließ­lich 2025 auf dem Spiel­plan ste­hen soll), von „Hol­län­der“ und ver­mut­lich „Tann­häu­ser“; der Neo-Rauch-„Lohengrin“ wird heu­er letzt­ma­lig ge­ge­ben. Der nächs­te, schon län­ger ge­plan­te neue „Tris­tan“ folgt dann schon 2024 un­ter dem Di­ri­gen­ten Se­my­on Bychkov.

Zur ak­tu­el­len Lage in der Kul­tur­welt hat sich Axel Brüg­ge­mann, Au­tor des emp­feh­lens­wer­ten Bay­reuth-Films, in sei­ner Cre­scen­do-Ko­lum­ne Klas­sik­wo­che ge­äu­ßert. Der er­wähn­te Di­ri­gent und Pu­tin-Freund Va­le­ry Ger­giev ist in­zwi­schen nicht mehr Chef-Di­ri­gent der Münch­ner Phil­har­mo­ni­ker: Der Münch­ner OB Rei­ter hat ihn frist­los ent­las­sen. Und Pe­ter Jung­blut be­rich­tet auf BR24 über eine au­ßer­ge­wöhn­li­che Vor­stel­lung der „Göt­ter­däm­me­rung“ in Madrid.

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