Bei einer Gesprächsmatinee am Sonntag, 12. Juli 2026 um 10.30 Uhr im Kufa-Saal befragt der Kritiker Markus Thiel den weltweit gefeierten Gesangsstar über sein Leben als Wagnertenor.

Seit seinem Bayreuth-Debüt 2007 als Stolzing ist Klaus Florian Vogt weltweit einer der herausragenden Wagner-Tenöre. Im Jubiläumssommer 2026 – vor 150 Jahren fanden mit der „Ring“-Uraufführung die ersten Bayreuther Festspiele statt – tritt er in der spektakulären KI-„Ring“-Produktion als erster Heldentenor der Festspielgeschichte überhaupt und nacheinander in allen vier Teilen und Hauptpartien seines Fachs auf: als Loge in „Das Rheingold“, als Siegmund in „Die Walküre, als Titelheld in „Siegfried“ und als Siegfried in „Götterdämmerung“.
Wir sind sehr glücklich, Sie zu einer Gesprächsmatinée mit Klaus Florian Vogt einladen zu dürfen: Am Sonntag, den 12. Juli 2026, kommt er zu uns in den Kufa-Saal (Ohmstraße 3) und wird sich ab 10.30 Uhr den Fragen des Münchner Kulturjournalisten und Kritikers Markus Thiel stellen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet für Mitglieder 5 Euro und für Nicht-Mitglieder 10 Euro. Wir bitten Sie, Ihre Karten per E-Mail bei anmeldung-rwv-bamberg@t-online.de zu reservieren. Die Karten der nicht nummerierten Plätze sollten am Veranstaltungstag bis spätestens 10.15 Uhr an der Tageskasse in der Kufa abgeholt sein, sonst werden sie weitergegeben. Einlass ist ab 9.45 Uhr. Wir rechnen mit einem großen Andrang.

Der aus Norddeutschland stammende Klaus Florian Vogt begann seine musikalische Karriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Parallel dazu begann er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Lübeck. In diese Zeit fällt auch sein erster Probenbesuch in Bayreuth, der ihn zusätzlich für den Gesang und speziell Wagner motivierte. Seine erste Stelle als Solist trat er in der Saison 1997/98 am Landestheater Flensburg an, von 1998 bis 2003 gehörte er zum Ensemble der Semperoper Dresden. Seit 2003 ist er freischaffend tätig.
Zum Repertoire von Klaus Florian Vogt gehören vor allem Partien wie Lohengrin, Stolzing, Parsifal, Siegmund und Siegfried, Tannhäuser und Tristan, aber auch Florestan („Fidelio“), Paul („Die tote Stadt“) und Hoffmann („Les Contes d’Hoffmann“). Darüber hinaus singt er mit großem Erfolg lyrisch-dramatische Rollen wie Prinz („Rusalka) und Faust („La Damnation de Faust“).
Er ist gefragter Gast an allen großen Opernhäusern und Festivals der Welt. In Bayreuth folgten auf sein Stolzing-Debüt in der „Meistersinger“-Inszenierung von Wagner-Urenkelin Katharina Wagner Auftritte als Lohengrin (seit 2010), Parsifal (seit 2016), erneut Stolzing (2017–2021), Siegmund (seit 2021), Tannhäuser (seit 2023) sowie Siegfried (seit 2024).
Engagements führten ihn unter anderem an die Opernhäuser in München, Berlin, Hamburg, Paris, London, Zürich, Barcelona, Wien, Madrid, Mailand, Toulouse, Helsinki, New York und Tokio. In Zürich hat er 2023 erstmals die beiden Siegfried-Partien gesungen, in Dresden folgte 2024 sein erster Tristan, an der Semperoper wird er im Sommer 2027 mit seinem Rienzi-Debüt eine Lücke in seinem Wagner-Repertoire schließen.
Als Lohengrin gastiert Klaus Florian Vogt weiterhin auf der ganzen Welt. Es gibt zurzeit keinen anderen Sänger, der in der Rolle von Wagners Gralsritter künstlerisch so erfolgreich ist. In der Partie war er unter anderem an der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House London, der Wiener Staatsoper, der Oper Zürich, dem New National Theatre Tokyo, der Bayrischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Hamburg, bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden und natürlich mehrfach bei den Bayreuther Festspielen zu erleben.

Auch als Konzert- und Liedsänger hat sich Klaus Florian Vogt weltweit einen Namen gemacht und war unter anderem schon mehrfach auch im Bamberger Joseph-Keilberth-Saal zu erleben. Mit den mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott hat er 2013 zum 200. Geburtstag von Richard Wagner eine CD mit Arien eingespielt. Als DVD liegen in Gesamtaufnahmen aus Bayreuth unter anderem „Lohengrin“ (Inszenierung: Hans Neuenfels) und „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Barrie Kosky) als DVD vor, letztere wurde im Oktober 2019 mit dem Opus Klassik-Preis ausgezeichnet. Im selben Jahr 2019 verlieh ihm der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel „Hamburger Kammersänger“.
Klaus Florian Vogt ist mit Silvia Krüger-Vogt verheiratet, hat vier einschlägig begabte Söhne und lebt, wenn er nicht gerade unterwegs ist, in Brunsbüttel. Bosse, der zweitälteste Sohn, war letztes Jahr sogar schon in der Region als Sänger zu erleben: als Tony im Musical „West Side Story“ bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel.

Als Gesprächspartner für Klaus Florian Vogt, den „ewigen Lohengrin in seiner Lebensrolle“, konnte erneut Markus Thiel gewonnen werden, der schon bei der Matinee mit Bassist Georg Zeppenfeld überzeugt hat. Der Musikredakteur des Münchner Merkur stammt aus Bad Tölz, arbeitet darüber hinaus als Autor für das Magazin „Opernwelt“ und ist Jury-Mitglied beim „Preis der deutschen Schallplattenkritik“. Thiel studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, spielt Orgel und Klarinette und hat eine Gesangsausbildung. Bei Henschel erschien seine Biografie über Edita Gruberova („Der Gesang ist mein Geschenk“), bei Piper sein Buch über Mariss Jansons („Ein leidenschaftliches Leben für die Musik“). Auch im Netz ist er präsent, unter anderem mit brandaktuellen Nachtkritiken auf Youtube.
