„Unser Felix ist der Star!“

Mu­si­cal­ensem­ble und Chor des Nürn­ber­ger Staats­thea­ters für Kiss me, Kate (mit den Hän­den und Sticks des Schlag­zeu­gers im Hin­ter­grund) Foto: Jut­ta Miss­bach

RWV-Sti­pen­di­at Fe­lix Ut­ten­reu­ther aus Bam­berg ist zur­zeit auf der Büh­ne und im Or­ches­ter­gra­ben des Staats­thea­ters Nürn­berg als Schlag­zeu­ger ak­tiv. Ha­rald Schnei­der, sei­nes Zei­chens sel­ber Mu­si­ker und Mu­sik­leh­rer, Opern­lieb­ha­ber und Mit­glied im RWV-Bam­berg, hat uns be­geis­tert von der Pre­mie­re des Mu­si­cals Kiss me, Kate im Opern­haus Nürn­berg be­rich­tet. Auch wenn dort das weit­hin be­kann­te Ko­mi­ker-Duo Heiß­mann & Ras­sau mit­wirkt, ver­si­chert er: „Un­ser Fe­lix ist der Star der Auf­füh­rung, ist stän­dig auf der Büh­ne, spielt toll und macht wun­der­ba­re akus­ti­sche Scher­ze!“ Ge­meint ist der jun­ge Schlag­zeu­ger Fe­lix Ut­ten­reu­ther, der im ver­gan­ge­nen Jahr un­ser Bay­reuth-Sti­pen­di­at war.

Fe­lix Ut­ten­reu­ther steht in die­ser Pro­duk­ti­on (Mu­si­ka­li­sche Lei­tung: Vol­ker Hie­mey­er, In­sze­nie­rung: Tho­mas En­zin­ger, Aus­stat­tung: Toto, Cho­reo­gra­phie: Kati Far­kas) al­ter­nie­rend mit Fe­lix Brat­fisch un­ter den So­lis­ten als Sze­ni­sches Schlag­zeug auf dem Pro­gramm. Und zwar nach der Pre­mie­re am 13. Fe­bru­ar 2016 und ei­ner wei­te­ren Vor­stel­lung im ver­gan­ge­nen Mo­nat noch am 6. und 20. März, am 27. April, am 16., 26. und 30. Mai so­wie am 19. Juni. Eine ge­mein­sa­me Stern­fahrt un­se­res Ver­bands zu ei­ner der Auf­füh­run­gen mit Fe­lix ist in Pla­nung. Mehr In­fos zu Kiss me, Kate auf der Home­page des Staats­thea­ters

Dass es sich lohnt, ha­ben üb­ri­gens auch et­li­che pro­fes­sio­nel­le Kri­ti­ker be­schrie­ben. In im­mer­hin vier von fünf Pre­mie­ren­kri­ti­ken wird un­ser Sti­pen­di­at er­wähnt. So schreibt Frank Piontek, den vie­le auch als Re­fe­rent von RWV-Ver­an­stal­tun­gen schät­zen, in „Der Opern­freund“, ei­nem On­line­por­tal: „Un­ter der Lei­tung von Vol­ker Hie­mey­er brin­gen das Or­ches­ter des Staats­thea­ters und ein erst­klas­si­ger Solo-Schlag­zeu­ger auf der Büh­ne (Fe­lix Ut­ten­reu­ther), der sich auch als Ge­räusche­ma­cher be­tä­tigt, nun eine enor­me Schlag­kraft in die Broad­way-Bude der Peg­nitz­stadt – und »So in love“ kommt eben­so mit­rei­ßend über die Ram­pe wie ‚I hate man‘.“

Jens Vos­kamp in den Nürn­ber­ger Nach­rich­ten stellt fest: „Aus dem Gra­ben schlug es Fun­ken, ka­men die zün­de­nen Vi­Brat­foh­nen. Fe­lix Ut­ten­reu­ther darf vom Büh­nen-Drum­set aus, die Be­we­gungs­ab­läu­fe in süf­fi­san­te Töne um­set­zen.“

Aus­führ­li­cher wird Tho­mas Heinold in der Nürn­ber­ger Zei­tung: „Die quir­lig-hek­ti­sche Pro­ben­at­mo­sphä­re mit ih­ren Back­stage-Strei­te­rei­en auf nack­ter Opern­haus­büh­ne geht flie­ßend in die grel­le, ir­gend­wie zwi­schen Spät­re­nais­sance und Fa­sching kos­tü­mier­te Auf­füh­rung des Shake­speare-Stücks über. Die kom­men­tiert Fe­lix Ut­ten­reu­ther akus­tisch an sei­nem va­ria­ti­ons­rei­chen, zwi­schen ei­ner Show­trep­pe plat­zier­ten Schlag­zeug und macht aus der Büh­nen­ak­ti­on eine hüb­sche Per­si­fla­ge. Bei die­ser pfeift es vor­al­lem je­des Mal lus­tig, so­bald sich ei­ner der männ­li­chen Dar­stel­ler ans Ge­mächt greift, das dank Skro­t­um­schutz über­be­tont wird.“

Und im Baye­ri­schen Rund­funk be­rich­tet Pe­ter Jung­blut: „Na­tür­lich gab es auch eine Show­trep­pe, aber sie do­mi­nier­te den Büh­nen­raum nicht, wie sonst oft im Mu­si­cal. Statt­des­sen war Platz für ei­nen auf­merk­sa­men Ge­räusche­ma­cher, der die Be­we­gun­gen der Per­so­nen wie im Stumm­film akus­tisch be­glei­te­te, also je nach Be­darf knarz­te, pfiff und quietsch­te. Das rie­sen­haf­te Shake­speare-Denk­mal auf der Büh­ne stand in apar­tem Ge­gen­satz zu die­sem Slap­stick.“

Fe­lix Ut­ten­reu­ther tritt der­zeit in Nürn­berg nicht nur in Kiss me, Kate auf. Vor kur­zem hat er bis 20. März ei­nen Zeit­ver­trag bei der Phil­har­mo­nie des Staats­thea­ters Nürn­berg be­kom­men. „Es ist zwar nur“, schreibt er uns, „ein sehr kur­zer Zeit­raum, aber für mich eine tol­le Er­fah­rung, in ei­nem Or­ches­ter von sol­cher Qua­li­tät mit­spie­len zu kön­nen – zu­mal der Ver­trag über eine vol­le Stel­le geht und ich auf die­se Wei­se sehr vie­le Diens­te habe. Ich spie­le u.a. in der Pre­mie­re Aus ei­nem To­ten­haus von Leoš Janáček am 12. März mit, die vom BR über­tra­gen wird.“ Stimmt. Wer also kei­ne Pre­mie­ren­kar­ten hat, kann sich auf BR Klas­sik ab 19 Uhr in der Foy­er-Sen­dung mit In­for­ma­tio­nen und Ge­sprä­chen auf die Vor­stel­lung ein­stim­men, die um 19.30 Uhr be­ginnt und spek­ta­ku­lär sein dürf­te, ist doch Ca­lix­to Bi­ei­to für die In­sze­nie­rung ver­ant­wort­lich. Mehr In­fos auf der Home­page des Staats­thea­ters

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