Hans Martin Gräbners One-Man-Show

Mehr als sieb­zig Be­su­cher wa­ren be­geis­tert: Der ers­te Teil der mu­si­ka­li­schen „Ring“-Einführung von Hans Mar­tin Gräb­ner am 25. Sep­tem­ber im üb­ri­gens sehr schö­nen und für die meis­ten noch un­be­kann­ten Saal der Kreis­mu­sik­schu­le Bam­berg war ein vol­ler Er­folg. We­gen der an­ste­hen­den Opern­fahr­ten nach Chem­nitz muss­te der viel­sei­ti­ge Künst­ler an­ders in Bay­reuth so­gar eine Dop­pel­schicht ein­le­gen und die mu­si­ka­li­schen Schlüs­sel­stel­len von so­wohl „Sieg­fried“ als auch der „Göt­ter­däm­me­rung“ wunsch­ge­mäß so­zu­sa­gen in ei­nem  Auf­wasch prä­sen­tie­ren. Fas­zi­nie­rend war, mit wel­cher Leich­tig­keit Gräb­ner gleich­zei­tig am Stein­gra­eber-Flü­gel agier­te, er­klä­rend sprach und ei­ni­ge Phra­sen der männ­li­chen Fi­gu­ren – ob Bass, Ba­ri­ton oder Te­nor – auch sang. Selbst Ken­ner den­ken nach sei­nem Ha­gen gänz­lich neu dar­über, wie ein ho­her Bass zu klin­gen hat.  Mal se­hen, ob wir es schaf­fen, dass er beim nächs­ten Mal we­nigs­tens eine Frau­en­rol­le an­singt. Hans Mar­tin Gräb­ners mu­si­ka­li­sche One-Man-Show zu „Das Rhein­gold“ und „Die Wal­kü­re“ folgt vor­aus­sicht­lich am 5. Fe­bru­ar 2019. Es lohnt sich für je­den, der un­ab­hän­gig von sei­nen Vor­kennt­nis­sen Wag­ners Wer­ke wirk­lich ein biss­chen mehr ver­ste­hen will. Fo­tos: Dun­ja Braun

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