Der Bayerische Rundfunk und die ARD feiern das Festspieljubiläum in Bayreuth mit einer umfangreichen Wagner-Offensive. Auch im bei „Wagner im Kino“ und bei der Streamingplattform Stage+ kann man die Eröffnungspremiere sehen.

Am 24. Juli läuft mit dem ersten Open-Air-Konzert im Festspielpark quasi das kostenlose Aufwärmprogramm, am 25. Juli werden die Bayreuther Festspiele 2026 mit der IX. Beethoven-Symphonie offiziell eröffnet. Seit immerhin schon 75 Jahren ist der Bayerische Rundfunk am Grünen Hügel ein sehr aktiver Medienpartner: BR Klassik sendet den Festakt zum 150. Geburtstag und fünf Wagner-Opern deutschlandweit im Radio, die „Rienzi“-Neuproduktion tags darauf wird vom BR auch filmisch aufgezeichnet. Ob die Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman (hierzu auch Links zur Berichterstattung aus der Süddeutschen Zeitung/Bezahlschranke mit einem Gastbeitrag von Carsten Brosda und einem Exklusiv-Interview mit Katherina Wagner, bei BackstageClassical und dem Bayerischen Rundfunk) übertragen wird, steht noch nicht fest. Neben den Terminen aus dem Festspielprogramm gibt es zusätzlich eine neue Doku-Serie, Wagner-Crashkurse und Hintergrundberichte.
Nach der IX. Symphonie unter Christian Thielemann zum Auftakt der Übertragungen steht tags darauf „Rienzi“ im Mittelpunkt, eine der frühen Wagner-Opern, die am 26. Juli erstmals im Festspielhaus gespielt wird. BR Klassik überträgt die Premiere live im Rahmen des ARD Radiofestivals sowie im Deutschlandradio. Zusätzlich wird die Aufführung als Video-Livestream bei ARD Klassik in der Mediathek angeboten (verfügbar bis 31.12.2026) und als TV-Erstausstrahlung am 1. August um 20.15 Uhr im Abendprogramm von 3sat gesendet.

Ebenfalls im Fokus steht die neue „Ring“-Inszenierung, die auf künstliche Intelligenz und historische Bildwelten aus früheren „Ring“-Produktionen setzt. Unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann wird mit Klaus Florian Vogt erstmals in der Festspielgeschichte ein Tenor in allen vier tragenden Rollen seines Fachs zu erleben sein. Die Premieren der vier KI-„Ring“-Teile – „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ – werden zeitversetzt live im Rundfunk übertragen.

Ergänzend bietet die ARD die vierteilige Doku-Serie „The Good, the Bad & the Ego“, die ab dem 21. Juli in der Mediathek abrufbar sein wird. Die Reihe von Michael Wende und Andreea Wende versteht sich als psychologisches Porträt von Richard Wagner und beleuchtet den Mythos rund um den Komponisten zwischen Genie, Kultfigur und kontroverser Persönlichkeit. Wenn hiesigen Konzertfreunden die Ohren klingeln, hat das einen guten Grund. 2010 filmte Michael Wende den Mahler-Dirigenten-Wettbewerb in Bamberg und gewann mit seiner inspirierenden und originellen Dokumentation „Der Taktstock“ weltweit viele Preise.

Übertragungen im Überblick
Festakt zum 150. Geburtstag
Samstag, 25. Juli, 20.03 Uhr live-zeitversetzt, BR Klassik, ARD Radiofestival/Deutschlandradio, im Anschluss „Weißt Du, wie das wird?“ – Gespräche, Interviews und Musik zum Festspiel-Jubiläum mit Bettina Volksdorf und Bernd Künzig
Festspieleröffnungspremiere „Rienzi“
Sonntag, 26. Juli, 15.05 Uhr live, BR Klassik u.a.: Auftakt in Bayreuth, Festspielmagazin
Sonntag, 26. Juli, 15.57 Uhr live, BR Klassik u.a.: Neuproduktion „Rienzi“, im Anschluss „Kritisches Trio“ mit Christine Lemke-Matwey („Die Zeit“), Christian Wildhagen (Neue Zürcher Zeitung) und Bernhard Neuhoff (BR-Klassik), Moderation: Sylvia Schreiber
Sonntag, 26. Juli, 16 Uhr live, Video-Livestream bei ARD Klassik in der ARD Mediathek (zum Abruf verfügbar bis 31.12.2026) und Samstag, 1. August, 20.15 Uhr im TV-Programm 3sat (Aufzeichnung vom 26. Juli, nach Ausstrahlung 30 Tage in der Mediathek verfügbar)
Festspielpremiere „Das Rheingold“
Montag, 27. Juli, 20.03 Uhr, live-zeitversetzt, BR Klassik, ARD Radiofestival
Festspielpremiere „Die Walküre“
Dienstag, 28. Juli, 20.03 Uhr, live-zeitversetzt, BR Klassik, ARD Radiofestival
Festspielpremiere „Siegfried“
Donnerstag, 30. Juli, 20.03 Uhr, live-zeitversetzt, BR Klassik, ARD Radiofestival
Festspielpremiere „Götterdämmerung“
Samstag, 1. August, 20.03 Uhr, live-zeitversetzt, BR Klassik, ARD Radiofestival
Detaillierte Informationen zu den kostenlosen Audio- und Videoinhalten inklusive Einführungen und Hintergrundberichten des BR finden Sie hier.
„Wagner im Kino“
Seit 2012 öffnen die Bayreuther Festspiele das exklusive Premieren-Erlebnis mit Übertragungen in Kinos auch für ein größeres Publikum – mit einer aufwendig produzierten Live-Übertragung in Bild- und Tonqualität auf hohem technischem Niveau. Die Kinoausstrahlung von „Rienzi“ erfolgt mit einem zweistündigen Versatz zur Vorstellung im Festspielhaus, startet also am 26. Juli um 18 Uhr und umfasst zwei jeweils halbstündige Pausen, während derer ein kinoexklusives Begleitprogramm (jeweils ca. 10 Minuten am Ende der Pause) übertragen wird. Weitere Infos auch zu den Filmtheatern in der Region, die heuer „Rienzi“ übertragen, finden Sie hier.
Bayreuther Festspiele auf Stage+
Die Aufzeichnung der mit Spannung erwarteten Erstaufführung der Wagner-Oper „Rienzi“ am Grünen Hügel wird außerdem am Premierentag live um 16 Uhr und zeitversetzt um 24 Uhr sowie am 27. Juli um 11 Uhr bei Stage+ (mit immersivem Dolby Atmos Sound und 4K-UHD-Bildqualität) gestreamt. Der Streamingdienst der Deutschen Grammophon ist kostenpflichtig, bietet jedoch ein jederzeit kündbares Ein-Monats-Abo gratis an.
Die Plattform verfügt on demand über die umfassendste Sammlung von Bayreuther Produktionen: insgesamt über dreißig Festspielinszenierungen, darunter exklusiv sämtliche Aufzeichnungen der Eröffnungspremieren seit 2008. Darüber hinaus stehen Abonnent:innen Einblicke hinter die Kulissen der Bayreuther Festspiele sowie Interviews zur Verfügung, von denen einige in Zusammenarbeit mit BR Klassik produziert wurden.
Quellen: Bayerischer Rundfunk, Bayreuther Festspiele, Deutsche Grammophon/Universal Music Group
