Kino-Rarität über eine bemerkenswerte Frau

Un­ser Mit­glied Inge Bay­er-Mel­zer schickt uns fol­gen­den Kino-Tipp: „Zur Zeit läuft im Ode­on-Kino (Luit­pold­stra­ße) ein sehr in­ter­es­san­ter, wun­der­schön au­then­tisch ge­mach­ter Film, den ich Ih­nen sehr emp­feh­len möch­te: Lou An­dre­as-Sa­lo­mé, ein Film über eine sehr be­mer­kens­wer­te Frau, die schon sehr jung die über­lie­fer­te Rol­le der Frau und die nur von Män­nern be­stimm­te Welt Ende des 19. Jahr­hun­derts ab­lehn­te, statt des­sen eine phi­lo­so­phi­sche Kar­rie­re ein­schlug, Ge­dich­te schrieb, sich in in­tel­lek­tu­el­len Krei­sen be­weg­te und nicht zu­letzt die Muse be­rühm­tes­ter Män­ner die­ser Zeit ge­we­sen ist, wie zum Bei­spiel Rai­ner Ma­ria Ril­ke, Fried­rich Nietz­sche, um nur die­se zu nen­nen. Sie lern­te Freud ken­nen, wand­te sich der Psy­cho­ana­ly­se zu und ver­kehr­te auch im Hau­se Mal­wi­da von Mey­sen­bugs, kurz­um – eine ab­so­lut au­ßer­ge­wöhn­li­che, be­mer­kens­wer­te und viel zu we­nig be­kann­te Frau, die stets die Fah­ne der Gleich­be­rech­ti­gung hoch hielt. Dazu ist an der Kas­se eine Bild­bio­gra­phie mit vie­len Ori­gi­nal­fo­tos aus die­ser Zeit für zehn Euro zu er­hal­ten. Eben­falls gran­di­os. Hof­fe sehr, dass Sie die­sen Film an­schau­en kön­nen, gibt er doch ein wun­der­ba­res Zeit­zeug­nis wie­der!“

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