Ainars Rubikis wird GMD in Berlin

Ai­nars Ru­bi­kis Foto: Pas­si­ons­spie­le Ober­am­mer­gau

Ai­nars Ru­bi­kis, den wir bei un­se­rer über­nächs­ten Opern­fahrt am 21. Juli 2017 als Hol­län­der-Di­ri­gen­ten im Ober­am­mer­gau­er Pas­si­ons­spiel­haus er­le­ben dür­fen, wird ab der Spiel­zeit 2018/19 neu­er Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor der Ko­mi­schen Oper Ber­lin. Wie In­ten­dant Bar­rie Kos­ky (der heu­er in Bay­reuth die Meis­ter­sin­ger neu in­sze­niert) und Kul­tur­se­na­tor Klaus Le­de­rer am 8. Mai mit­teil­ten, tritt Ru­bi­kis sein Amt zu­nächst für drei Jah­re mit ei­ner Op­ti­on auf Ver­län­ge­rung an. Der in Riga ge­bo­re­ne 38-jäh­ri­ge Mu­si­ker zählt zu den auf­stre­ben­den Di­ri­gen­ten der jün­ge­ren Ge­ne­ra­ti­on und ge­wann 2010 den pres­ti­ge­träch­ti­gen Mah­ler-Di­ri­gen­ten­wett­be­werb in Bam­berg. Von 2012 bis 2014 war er Mu­sik­chef des Thea­ters in No­wo­si­birsk, er di­ri­gier­te zu­dem an der Ly­ric Ope­ra of Chi­ca­go, dem Bol­schoi-Thea­ter in Mos­kau, an der Ko­mi­schen Oper Ber­lin und im Opern­haus Zü­rich – und bei den Bam­ber­ger Sym­pho­ni­kern un­ter an­de­rem 2012 eine be­geis­tern­de Fin­ta gi­ar­di­nie­ra. Wer mehr über ihn er­fah­ren möch­te, wird auf der Home­page des Frän­ki­schen Tags fün­dig: Ein Ge­spräch vom 5. März 2010, un­mit­tel­bar nach dem Ge­winn des Mah­ler-Wett­be­werbs so­wie ein In­ter­view vom 20. Ja­nu­ar 2011. Hier au­ßer­dem noch ein Link zur ak­tu­el­len Be­richt­erstat­tung im Ber­li­ner Ta­ges­spie­gel.

Und es lohnt sich, noch ein­mal zu le­sen, was Her­bert Blom­stedt, Eh­ren­di­ri­gent der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker und da­ma­li­ges Jury-Mit­glied, über Ai­nars Ru­bi­kis, den Sie­ger des 3. Mah­ler-Wett­be­werbs, sag­te: „Bei ihm ist ei­gent­lich al­les gut. Was ihn un­ter­schei­det von vie­len an­de­ren, die viel­leicht gleich be­gabt sind, ist, dass er ein Poet ist, sehr in­ner­lich emp­fin­det, sich selbst nicht ins Zen­trum stellt. Und das wirkt sich so­fort auf das Mu­si­zie­ren im Or­ches­ter aus, auf den Klang. Ty­pen wie er sind lei­der sel­ten ge­wor­den – und sind oft nicht be­son­ders an­ge­se­hen. Des­we­gen habe ich mich sehr ge­freut, dass er auch vom Or­ches­ter, von der ge­sam­ten Jury ge­schätzt wird – und nicht nur von mir. Bleibt nur zu hof­fen, dass das so auch von den Agen­ten und Ma­na­gern der Welt ge­se­hen wird. Denn die üb­li­che Prä­fe­renz für die mehr ex­tro­ver­tier­ten, agi­len, tan­zen­den, gym­nas­ti­sie­ren­den, bo­xen­den Di­ri­gen­ten ist ge­fähr­lich.“

Wer In­ter­es­se an un­se­rer Opern- und Kunst­fahrt nach Ober­am­mer­gau am 21. und 22. Juli 2017 mit Ai­nars Ru­bi­kis hat, kann sich un­ter der E-Mail-Adres­se reisedienst-rwv-Bamberg@t-online.de an­mel­den: Ein paar Plät­ze sind noch frei. Mehr In­fos fin­den Sie in der Ru­brik Rei­sen.

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