Der „Berg“ vom Grünen Hügel

Hol­ger von Berg, der Ge­schäfts­füh­ren­de Di­rek­tor der Fest­spie­le, spricht am 16. Ok­to­ber 2018 um 19.30 Uhr im Ho­tel Bam­ber­ger Hof über sei­ne Ar­beit und dar­über, wie man an Kar­ten kommt. Der Ein­tritt ist frei, Nicht-Mit­glie­der sind will­kom­men.

Ka­tha­ri­na Wag­ner (links) und Hol­ger von Berg, die bei­den Ge­schäfts­füh­rer der Bay­reu­ther Fest­spie­le GmbH, zu­sam­men mit Ma­rie Lui­se Maintz, der „Dis­kurs Bayreuth“-Kuratorin, und „Meistersinger“-Regisseur Bar­rie Kos­ky (rechts) bei der Fest­spiel­pres­se­kon­fe­renz 2017 Foto: ©Bay­reu­ther Festspiele/​Jörg Schul­ze
Hol­ger von Berg Foto: ©Bay­reu­ther Festspiele/​Jörg Schul­ze

Fest­spiel­lei­te­rin Ka­tha­ri­na Wag­ner ist noch der be­kann­te­re Teil des Ge­schäfts­füh­rungs­du­os der Bay­reu­ther Fest­spie­le GmbH: Wer Hol­ger von Berg ken­nen ler­nen will, der ihr seit zwei­ein­halb Jah­ren fach­män­nisch zur Sei­te steht, hat am 16. Ok­to­ber Ge­le­gen­heit dazu. Der 52-jäh­ri­ge Di­plom­volks­wirt spricht auf Ein­la­dung des Ri­chard-Wag­ner-Ver­bands um 19.30 Uhr im Ho­tel Bam­ber­ger Hof über sei­ne Ar­beit und be­ant­wor­tet auch ger­ne Fra­gen, wie man am bes­ten an Kar­ten kommt. Der Ein­tritt ist frei.

Hol­ger von Berg, der im Fest­spiel­or­ga­ni­gramm in­zwi­schen gleich­be­rech­tigt ne­ben der Wag­ner-Ur­en­ke­lin steht, ist – wie schon der Name sagt – ein Berg von ei­nem Mann und hat am Grü­nen Hü­gel in vie­ler­lei Hin­sicht das Sa­gen. Sei­ne Thea­ter­lauf­bahn be­gann an der Al­ten Oper Frank­furt, wei­te­re Sta­tio­nen führ­ten ihn ans Lan­des­thea­ter Meck­len­burg und die Städ­ti­schen Büh­nen Re­gens­burg. Von 2002 an war er Ge­schäfts­füh­ren­der Di­rek­tor des Münch­ner Re­si­denz­thea­ters, bis er im April 2016 in glei­cher Funk­ti­on nach Bay­reuth wech­sel­te.

Von sei­nem Vor­gän­ger Hans-Die­ter Sen­se über­nahm er ein Mam­mut­pro­jekt: die  Ge­ne­ral­sa­nie­rung des 1876 er­öff­ne­ten Fest­spiel­hau­ses. Und weil die Fest­spiel­lei­tung nicht noch ein­mal eine Bla­ma­ge wie 2013 er­le­ben will, als im gro­ßen Ju­bi­lä­ums-Jahr zum 200. Ge­burts­tag Ri­chard Wag­ners das Fest­spiel­haus ein­ge­rüs­tet war, heißt das für Hol­ger von Berg, dass er in den zu­stän­di­gen Gre­mi­en hart­nä­ckig ums Geld kämp­fen muss.

Falls die nö­ti­gen Mit­tel recht­zei­tig zur Ver­fü­gung ste­hen, soll das Haus bis 2026, pünkt­lich zum 150-jäh­ri­gen Be­stehen der Bay­reu­ther Fest­spie­le, kom­plett re­no­viert sein. Die Sa­nie­rung der Fas­sa­de ist be­reits ab­ge­schlos­sen, nach den sta­bi­li­sie­ren­den Ar­bei­ten am Büh­nen­turm ste­hen im nächs­ten Bau­ab­schnitt der Brand­schutz und Um­bau­ten für ei­nen bar­rie­re­frei­en Zu­gang an. Au­ßer­dem soll eine Lö­sung ge­fun­den wer­den, da­mit das Pu­bli­kum es auch ohne Kli­ma­an­la­ge im som­mer­lich auf­ge­heiz­ten Zu­schau­er­raum bes­ser aus­hal­ten kann.

Ein wei­te­res Groß­pro­jekt Hol­ger von Bergs – die zeit­ge­mä­ße Ab­wick­lung des Kar­ten­ver­kaufs bei gleich­zei­ti­ger Be­kämp­fung des Schwarz­markts und er­höh­ten Si­cher­heits­an­for­de­run­gen – ist fast schon in tro­cke­nen Tü­chern. Und ganz ne­ben­bei hat er mit dem von Ma­rie Lui­se Maintz ku­ra­tier­ten „Dis­kurs Bay­reuth“ ein Rah­men­pro­gramm in­iti­iert, das sich mehr als se­hen las­sen kann und den Fest­spie­len künst­le­risch und in­halt­lich ein Glanz­licht auf­setzt.

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