Festspiel-GmbH sucht Geschäftsführer

Die Bay­reu­ther Fest­spie­le GmbH sucht zum 1. April 2021 „eine er­fah­re­ne und en­ga­gier­te Per­sön­lich­keit als Kauf­män­ni­sche Ge­schäfts­füh­rung (m/​w/​d)“.

Stel­len­an­zei­ge aus der Süd­deut­schen Zei­tung vom 23./24. Mai 2020

Als wäre das Jahr 2020 für die Bay­reu­ther Fest­spie­le nicht schon schreck­lich ge­nug – Ende März muss­te die Ab­sa­ge der Fest­spiel­sai­son 2020 er­fol­gen, dann die Mel­dung von der schwe­ren Er­kran­kung von Fest­spiel­lei­te­rin Ka­tha­ri­na Wag­ner Ende April und Wie­der­ein­set­zung von Heinz-Die­ter Sen­se als drit­tem Ge­schäfts­füh­rer – folgt jetzt der nächs­te Pau­ken­schlag. Der Pos­ten des kauf­män­ni­schen Ge­schäfts­füh­rers soll zum 1. April 2021 neu be­setzt wer­den. Das kann nur be­deu­ten: Ver­wal­tungs­rat und Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung der Fest­spiel-GmbH bzw. Hol­ger von Berg ha­ben den Fünf-Jah­res-Ver­trag als Ge­schäfts­füh­rer nicht ver­län­gert. Ge­sell­schaf­ter der Fest­spiel-GmbH sind die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land  (29 %), der Frei­staat Bay­ern (29 %), die Ge­sell­schaft der Freun­de von Bay­reuth (29 %) so­wie die Stadt Bay­reuth (13 %).

„Ge­sucht wird“, heißt es in der An­zei­ge, die auch im Stel­len­markt der Baye­ri­schen Staats­zei­tung ver­öf­fent­licht wur­de, „eine über­durch­schnitt­lich en­ga­gier­te, leis­tungs­star­ke und team­ori­en­tier­te Per­sön­lich­keit mit Füh­rungs­kom­pe­tenz, die über eine brei­te und lang­jäh­ri­ge Lei­tungs­er­fah­rung im kauf­män­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Be­reich ins­be­son­de­re von Thea­tern oder ver­gleich­ba­ren In­sti­tu­tio­nen im Kul­tur­sek­tor ver­fügt. Um­fas­sen­de Kennt­nis­se im Ta­rif- und Thea­ter­dienst-recht­wer­den eben­so vor­aus­ge­setzt wie Er­fah­run­gen in der­Be­glei­tung von Bau­vor­ha­ben in füh­ren­der Po­si­ti­on. Die Fä­hig­keit zum wirt­schaft­li­chen Han­deln soll bei der ge­such­ten Per­son eben­so aus­ge­prägt sein wie Ver-hand­lungs­si­cher­heit (in Deutsch und Eng­lisch) und der of­fe­ne und kom­mu­ni­ka­ti­ve Um­gang mit den Auf­sichts­gre­mi­en so­wie den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Ge­sell­schaft, der auch­Ver­ständ­nis für die Be­son­der­hei­ten des künst­le­ri­schen Pro­zes­ses und hohe kom­mu­ni­ka­ti­ve, so­zia­le und in­te­gra­ti­ve Kom­pe­ten­zen und Team­fä­hig­keit ein­schließt.“

Apro­pos: Ak­tu­ell scheint auch of­fen zu sein, ob der Ver­trag von Mu­sik­di­rek­tor Chris­ti­an Thie­le­mann ver­län­gert wird. Zu­letzt be­rich­te­ten dar­über zu Jah­res­be­ginn der Nord­baye­ri­sche Ku­rier und am 11. Mai Axel Brüg­ge­mann in sei­ner Klas­sik-Wo­che in Cre­scen­do. Der Fest­spiel-Vor­hang bleibt also zu und noch mehr Fra­gen sind of­fen.

Nach­trag vom 26. Mai: Zur jüngs­ten Bay­reuth-Per­so­na­lie fas­sen die Stutt­gar­ter Zei­tung und der Ta­ges­spie­gel die ak­tu­el­le Sach­la­ge aus­führ­lich zu­sam­men, wäh­rend Jan Brach­mann in der F.A.Z. in sei­nem Kom­men­tar von ei­nem nicht en­den wol­len­den „Schick­sals­ha­gel­schlag“ schreibt, ei­ni­ge noch nicht ver­öf­fent­lich­te De­tails weiß und wie folgt en­det: „Da stimmt es zu­min­dest hoff­nungs­froh, wenn aus dem engs­ten Um­kreis von Ka­tha­ri­na Wag­ner ver­lau­tet, ihr Ge­sund­heits­zu­stand habe sich sta­bi­li­siert. Wann sie aber ins Amt zu­rück­keh­ren kön­ne, ob viel­leicht noch in die­sem Jahr, das sei wei­ter­hin völ­lig of­fen.“

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